So vorsichtig man im Auto auch unterwegs sein mag, zu einem Unfall kann es jederzeit kommen. Im Ernstfall muss man am Unfallort selbst Erste Hilfe leisten und die Verletzten versorgen, bis Rettungskräfte eintreffen. Es kann sich bei Erster Hilfe um einfache Maßnahmen wie Verbände handeln, schlimmstenfalls jedoch muss man wissen, wie man jemanden wiederbelebt.

Erste Hilfe – die Grundlagen

Wichtig sind nach einem Autounfall nicht die Schäden am Fahrzeug, denn dafür hat man eine KFZ-Versicherung abgeschlossen. Zunächst gilt es, den Zustand aller anderen Beteiligten zu überprüfen, wenn man selbst nicht schwer verletzt ist oder unter Schock steht. Ganz gleich, welche Maßnahmen der Ersten Hilfe man ergreifen muss – in jedem Fall gilt es, ruhig zu bleiben, sich nicht von anderen Anwesenden aus der Ruhe bringen zu lassen und Verletzte nicht auf sich alleine zu stellen. Bevor man professionelle Hilfe holt, verschafft man sich einen Überblick über die Situation und ergreift notfalls sofort Maßnahmen, bevor man überhaupt das Handy zückt. Das ist beispielsweise dann wichtig, wenn ein Verletzter eine stark blutende Wunde hat, die sofort verbunden werden muss. Vor allem aber lässt man den Verletzten niemals alleine, sondern bleibt bei ihm, da die Nähe eines anderen Menschen nach einem Autounfall wichtig ist und man nur so Verschlechterungen des Zustandes bemerken würde, die man den Rettungskräften mitteilen kann.

Die eigene Sicherheit geht vor

Erste Hilfe beschreibt Maßnahmen, die man gefahrlos durchführen kann, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Ist bei einem Autounfall eine Person eingeklemmt worden oder ist auf andere Weise unerreichbar, ohne dass man sich dabei selbst einem Verletzungsrisiko aussetzt, kann man nur so lange bei ihr bleiben, bis Rettungskräfte eintreffen. Diese haben die richtigen Gerätschaften, um Personen auch aus brenzligen Unfallstellen zu holen, ohne dass weitere Menschen verletzt werden. Vorsicht ist aber auch dann geboten, wenn beide Menschen offene Wunden haben. Man kennt den anderen nicht, den man versorgt, und weiß nicht, ob er möglicherweise eine HIV-Infektion mit sich herumträgt. Daher darf man ihn so lange nicht versorgen, bis man die eigenen Wunden abgesichert hat. Auch dann, wenn man keine offenen Wunden an sich selbst erkennen kann, darf man nur mit Gummihandschuhen ausgestattet in Berührung mit fremden Körperflüssigkeiten kommen, denn es besteht jederzeit ein Ansteckungsrisiko.

Wie soll man helfen – und wie nicht?

Autofahrer absolvieren für den Führerschein meist nur den Kurs, in dem es um lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort geht. Es gibt eine Erweiterung in Erster Hilfe, die allerdings die wenigsten Autofahrer nachträglich machen. Und genau darum geht es bei der Ersten Hilfe am Unfallort auch: Verletzte sollen außer Lebensgefahr gebracht werden. Bis die Rettungskräfte eintreffen, reicht es bereits, den Verletzten im absoluten Ernstfall wiederzubeleben, stark blutende Wunden zu verbinden oder ihn aus der Gefahrenzone zu schaffen, bis er professionell versorgt werden kann. Mehr Hilfe sollte man nicht anbieten, da man das medizinische Fachwissen der Sanitäter nicht hat und Verletzungen vielleicht nur noch schlimmer macht. Das gilt auch für medizinisch geschultes Personal, das in den Unfall verwickelt war: Man wird zu einem gewissen Grad unter Schock stehen und sollte sich nicht zumuten, in diesem Zustand behandeln zu müssen, wenn es nicht zwingend erforderlich ist.